Presseberichte                                                 Bergische Morgenpost (BM) +                         Remscheider General-Anzeiger (RGA)

Bericht der BM vom 26.06.2017

Die örtlichen Zeitungen berichten über Aktivitäten der Hospizgruppe

Presseberichte                                                 Bergische Morgenpost (BM) +                         Remscheider General-Anzeiger (RGA)

Bericht der BM vom 7.April 2017

Die örtlichen Zeitungen berichten über Aktivitäten der Hospizgruppe

Hückeswagen

Neues Domizil für den Hospizverein

 

Die Ehrenamtlichen des Hospizvereins Hückeswagen freuen sich über die neuen Räume an der Goethestraße. FOTO: Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Die 1999 gegründete Hospizgruppe Hückeswagen hatte bis dato im Johannesstift ihre Räume, nun ist sie an die Goethestraße umgezogen. Der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Welp kündigte an, nicht mehr zu kandidieren. Von Wolfgang Weitzdörfer

Man ist sofort geneigt, Gerhard Welp zuzustimmen: "Die neuen Räumlichkeiten an der Goethestraße sind eine grandiose Verbesserung zur vorherigen Situation im Johannesstift", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Hospizgruppe Hückeswagen am Mittwochabend, als die angesprochene neue Heimstatt des Vereins an der Goethestraße 8 offiziell eingeweiht wurde. Sie befindet sich im Obergeschoss, direkt gegenüber der allgemeinärztlichen Praxis des Hospizgruppen-Vorsitzenden Werner Fabig, der nun einen sehr kurzen Weg zum Verein hat.

Neben einem großzügigen Besprechungsraum mit einem langen Tisch, an dem 15 Personen Platz finden, gibt es ein Büro für die administrativen Tätigkeiten, eine Küche und einen Rückzugsraum mit Couch und Sessel. "Und eine Spülmaschine gibt es auch", sagte Vorstandsmitglied Judith Hanke.

Auch Koordinatorin Petra Dahm freut sich: "Jetzt können wir auch die Veranstaltungen, Supervisionen und Schulungen direkt bei uns abhalten, ohne anderweitig ausweichen zu müssen. Das ist schon eine enorme Erleichterung." Dennoch sei man dem Johannesstift natürlich sehr dankbar, dass man für ganze 18 Jahre einen Raum dort für das wichtige Angebot der Hospizgruppe - also die Trauerberatung von Betroffenen und die Gruppentreffen - nutzen konnte.

Der Hospizverein wurde im Jahr 1999 gegründet. "Wir sind jetzt also 18 Jahre alt und damit volljährig geworden. Und was macht man, wenn man volljährig geworden ist? Man zieht aus", sagte Welp und schmunzelte.

Welp betonte weiter, dass die Gruppe der Menschen, die Sterbende auf ihrem letzten Weg begleiten sowie die Hinterbliebenen in ihrer Trauer unterstütze, im stetigen Wandel begriffen sei. "Es gehen Mitglieder, es kommen wieder neue dazu - das ist schön, gut und wichtig." Derzeit gebe es 80 Mitglieder, davon seien etwa 20 aktive Begleiter und im Vorstand des Vereins.

Er selbst kündigte am Mittwochabend an, bei den nächsten Wahlen nicht mehr für den stellvertretenden Vorsitz zur Verfügung zu stehen. "Ich bin jetzt 80 Jahre alt. Ich bin an einem Zeitpunkt im Leben, an dem es nicht mehr so gut für mich ist, eine Vorstandstätigkeit zu erfüllen. Ich bleibe der Hospizgruppe aber auf jeden Fall als, wie man so schön sagt, gemeines Mitglied erhalten", sagte Welp. Die Jahreshauptversammlung, bei der auch Teile des Vorstands neu gewählt werden, findet am 19. April statt.

Der Vorsitzende der Hospizgruppe, Werner Fabig, bedauerte den Schritt seines Stellvertreters, äußerte aber sowohl Verständnis dafür, als auch die Hoffnung, einen genauso engagierten neuen Mitstreiter zu finden. Dahm kommentierte schmunzelnd: "Ihr werdet immer von uns hören!"

Fabig freute sich ebenfalls über die neuen Räume, da es durchaus immer ein Wunsch der Hospizgruppe gewesen sei, näher in der Stadt präsent sein zu können. Zumal manchmal der Eindruck entstanden sei, man sei ein Teil des Seniorenzentrums. "Wir sind aber vollkommen eigenständig", sagte der Vorsitzende.

Petra Dahm erklärte, dass die Gruppe sich noch bei einem offiziellen Termin am 10. Mai im Johannesstift von Einrichtungsleiter Matthias Rath und den Bewohner verabschieden und vor allem auch für die Gastfreundschaft bedanken wolle.

Zudem sagte die Koordinatorin, dass im Befähigungsseminar noch ein Platz frei sei. "Wer helfen möchte, Sterbende und schwer erkrankte Menschen zu begleiten, oder Angehörige in ihrer Trauer zu unterstützen, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen."

Quelle: RP

 

Bericht des RGA vom 11.10.2015

 

Sterben soll kein Tabuthema sein

Aktualisiert: 11.10.15 - 18:09

 

Die Hospizgruppe informierte über ihre Arbeit. Die ist oft schwierig, aber immer wichtig.

Von Bernd Büllesbach

Zum Welthospiztag unter dem Motto „Hospiz- und Palliativversorgung. Für alle. Überall.“ fand in Hückeswagen am Samstag auch eine Informationsveranstaltung zum Thema am Wilhelmplatz statt. Das Thema gewinnt besondere Brisanz vor dem Hintergrund der Überalterung der Gesellschaft und dem damit verbundenen demografischen Wandel.

 

Standpunkt Welthospiztag von Tristan Krämer

Zur Informationsveranstaltung: Hospizgruppe gebührt Dank

 

Eigentlich ist es paradox: Kaum etwas gehört so unumstößlich zum Leben dazu wie der Tod. Und doch versuchen fast alle Menschen Dinge, die mit dem Sterben und der Trauer zusammenhängen, Zeit ihres Lebens möglichst weit von sich wegzuhalten. Zu bedrückend, zu belastend ist der Gedanke daran, dass man selbst irgendwann nicht mehr da sein wird. Nur selten, etwa wenn nahe Angehörige oder Freunde sterben, werfen die Themen ein Schlaglicht auf den Alltag. 

Umso bemerkenswerter ist der Antrieb, aus dem sich die Mitglieder der Hospizgruppe Hückeswagen um todkranke und sterbende Menschen kümmern. Sie wollen helfen. Sie begleiten. Und ihnen in den schwersten Stunden ihres Lebens zur Seite stehen. Dabei nehmen sie die Last der Trauer, des Gedankens an den Tod und auch das Bewusstmachen der eigenen Hilflosigkeit in kauf, um Menschen ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Dafür gebührt ihnen Dank.

 

Seit 1999 besteht die Hospizgruppe und residiert im Altenzentrum Johannesstift. „Die Öffentlichkeit nimmt uns vielleicht so wahr, dass wir nur für das Johannesstift zuständig sind, aber unser Wirkungskreis erstreckt sich auf ganz Hückeswagen“, erklärte die Koordinatorin Miriam Führer.

Auf manche Fragen gibt es keine Antwort

Das Primärziel des Hospizvereins ist es, schwerkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten und sich dabei nach den Wünschen der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu richten. Das geschieht ehrenamtlich mit größtem sozialen Engagement. Dazu gehören zuverlässige Besuche zu Hause, im Krankenhaus und in Pflegeheimen. Die zeitweise Entlastung und Unterstützung für die Angehörigen, Zeit zum Zuhören, Reden oder auch Schweigen, zum Vorlesen oder Briefe schreiben. Beratung zu allen palliativen, hospizlichen und organisatorischen Fragen.

Daran knüpft der heutige Hospizgedanke an. Wenn eine häusliche Pflege nicht mehr möglich ist, sollen Schwerstkranke und sterbende Menschen in einem Hospiz einen Ort finden, an dem sie liebevoll versorgt und begleitet werden. Fernab von der sterilen Atmosphäre eines Krankenhauses. In einem Hospiz kann jeder Mensch seinen letzten Weg behütet und in Würde gehen. Sterben sollte kein Tabu mehr sein, denn der Tod ist ein Teil jedes Lebens, meint Miriam Führer: „Wir können den Tod nicht abschaffen, würdeloses Sterben schon.“ Diesen Leitsatz verfolgt die Hospizbewegung.

„Wir kooperieren mit allen Hospizeinrichtungen und treffen mit den Angehörigen wenn möglich eine ortsnahe Auswahl. Denn viele ältere Menschen sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen“, verriet Miriam Führer.

Einen breiten Raum nimmt auch die Beratung zur Rechtssicherheit bei Patientenverfügung ein. „Sensibilisiert durch TV und Presse werden die Fragen immer dringlicher und intensiver nach Verhaltensmaßnahmen gestellt“, berichtet die Koordinatorin.

NETZWERK
MITGLIEDER Die Hospizgruppe Hückeswagen hat über 90 Mitglieder, davon 17 ausgebildete Begleiterinnen. Sie sind eine Regionalgruppe der IGSL-Hospiz e.V, und sind Partner im Netzwerk der Hospizgruppen Remscheid, Radevormwald und Wermelskirchen. Das nächste Treffen findet am 21. Oktober in Wermelskirchen statt. Weitere Infos und nützliche Tipps unter www.hospizgruppe-hueckeswagen.de

Ein besonders starkes Einfühlungsvermögen beweisen Sieglinde Paffrath und Liesel Mersmann als Trauerbegleiterinnen. Sie werden mit Fragen konfrontiert, die niemand wirklich beantworten kann. „Warum hat es mich getroffen?“ oder Sätze wie „Manchmal werde ich von Wut und Schuldgefühlen überfallen, ich empfinde eine so große Traurigkeit, dass ich Angst habe, da nicht mehr heraus zukommen“. Während der Wüstenwanderung durch das Land der Trauer geben diese Trauerbegleiterinnen Hilfe auf dem Weg aus der Trauer und verschaffen so Hoffnung auf eine veränderte, aber gute Zukunft.

Bericht der BM 15.August 2015

15. August 2015 | 00.00 Uhr

Hückeswagen

Hospizgruppe sucht noch weitere Begleiter

 

Hückeswagen. Die Hospizgruppe Hückeswagen hat mit Miriam Führer eine neue Koordinatorin. Sie löst Friedhilt Busche ab, die es zurück in ihre norddeutsche Heimat zieht. Führers Stellvertreterin ist Claudia Weber. Von Wolfgang Weitzdörfer

Sterbebegleitung ist ein wichtiges Thema, gerade auch in einer Gesellschaft, die immer älter wird. In Hückeswagen kümmern sich die ehrenamtlichen Frauen und Männer der Hospizgruppe um Menschen, die im Sterben liegen.

Als Teil der Regionalgruppe der Internationalen Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand Bingen (IGSL) sind 17 geschulte Begleiter im Einsatz, unterstützen Angehörige, arbeiten mit Pflegenden und Ärzten zusammen und besuchen die schwerkranken Menschen in ihrem Zuhause. Diese wichtige Arbeit muss gut geplant werden. Dafür sorgt nun die Hückeswagenerin Miriam Führer.

Die 32-Jährige ist verheiratet, Mutter einer kleinen Tochter und kommt selbst aus der Altenpflege. "Ich habe meine Ausbildung im Johannesstift gemacht, danach eine Weiterbildung zur Palliativfachkraft absolviert und zuletzt in Radevormwald gearbeitet", erzählt die neue Koordinatorin und fügt lächelnd hinzu: "Jetzt schließt sich mit meinem neuen Arbeitsplatz im Johannesstift ein Kreis."

Werner Fabig, Vorsitzender der Hospizgruppe, sagt: "Miriam Führer verfügt über die Voraussetzungen, die notwendig sind, damit ihre Arbeit durch die Krankenkassen refinanziert wird." Das sind drei Bausteine: die Ausbildung als Palliativfachkraft sowie Weiterbildungen in Koordinierung und Führungskompetenz. Die beiden Fortbildungen macht Führer derzeit bei den Maltesern in Engelskirchen. Die Kassen übernehmen die Kosten für die Koordinatorin, nicht aber für sämtliche andere Ausgaben der Hospizgruppe. "Dafür sind wir auf Spenden angewiesen", sagt der zweite Vorsitzende Gerhard Welp.

Als Unterstützung für Führer, die mit einer halben Stelle angestellt ist, arbeitet Claudia Weber auf Minijob-Basis mit in der Koordination. Die 45-jährige Sozialpädagogin kommt ebenfalls aus Hückeswagen, ist verheiratete Mutter von drei Kindern und arbeitet noch als Inklusionsbegleiterin an einer Schule. Weber wirbt für einen offenen Umgang mit der Hospizarbeit. "Wir wollen Hemmschwellen überwinden, denn Sterbebegleitung ist, genau wie der Tod, in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu", sagt sie. Und Welp fügt an: "Es geht ja auch um Lebensbeistand. Wenn es einem Menschen nach einer schweren Krankheit auch wieder besser geht, kann die Begleitung durchaus auch wieder ausgesetzt werden."

Neben den genannten drei Bausteinen sind mindestens 15 aktive Begleiter nötig, damit die Krankenkassen bezahlen. Derzeit sind es in der Schloss-Stadt 17. Eine Zahl, die gerne noch wachsen darf, betont Weber. "Wir wollen bekannter werden. Wir begleiten viel im Johannesstift, aber wir wollen auch in die Stadt gehen, gerade auch zur Unterstützung der Angehörigen. Da hilft es natürlich, wenn wir auf einen größeren Begleiter-Stab zurückgreifen könnten." Die Gruppe werde hauptsächlich so wahrgenommen, als würde sie nur im Altenzentrum begleiten. Führer ergänzt: "Die Hospizbewegung kann weitergebracht werden, wenn es sich im Bekanntenkreis der Begleiter herumspricht. Außerdem ist es eine sehr wichtige und erfüllende Arbeit am Menschen."

 

Bericht  RGA 15.08.2015

Verein

Zwei Frauen übernehmen Koordination bei der Hospizgruppe

 

Aktualisiert: 14.08.15 - 20:00

Claudia Weber und Miriam Führer übernehmen die Koordinierungsaufgaben beim Hückeswagener Hospizverein. Dort werden noch männliche Begleiter gesucht. 

© Hospizverein Hückeswagen

 

Miriam Führer wird Friedhilt Busche hauptamtlich ablösen. Sozialpädagogin Claudia Weber unterstützt sie bei der Arbeit.

 

Von Fabio Astuni

Die Hospizgruppe Hückeswagen hat zwei neue Koordinatorinnen. Die 32-jährige Miriam Führer wird Friedhilt Busche hauptamtlich ablösen. Sozialpädagogin Claudia Weber (45) wird sie bei den anfallenden Aufgaben unterstützen.

Führer ist vom Fach, und obwohl sie bisher noch nicht in der Hospizgruppe tätig war, eine alte Bekannte. Ihre Ausbildung absolvierte sie nämlich an jenem Ort, an dem die Vorstände der Hospizgruppe Dr. Werner Fabig und Gerhard Welp sie diese Woche offiziell vorstellten: Im Johannesstift. Nach der Ausbildung zur Altenpflegerin zog es Führer ins Altenheim in Radevormwald. Nach einer weiteren Palliativausbildung kehrt die junge Frau nun zur alten Wirkungsstätte zurück.

Auch wenn im Johannesstift das Büro der Hospizgruppe beherbergt ist, so wollen sich die beiden neuen starken Frauen für mehr Bekanntheit in der Stadt einsetzen: „Da wir hier im Altenzentrum sind, denken viele, dass wir nur hier tätig sind. Dabei stehen wir allen Bürgern zur Verfügung“, sind sich Führer und Weber einig. Gemeinsam wollen sie in der Schlossstadt die Hospizgruppe bekannter machen und den Menschen die Hemmschwelle vor dem Thema des Sterbens nehmen. „Viele verdrängen dieses Thema, dabei gibt es nur zwei Fixpunkte im Leben, die wirklich sicher sind und das sind eben Geburt und Tod“, ergänzte Vorstand Dr. Werner Fabig.

Mitarbeiter spenden Trost an die Verwandten

 

HOSPIZVEREIN 

SPRECHSTUNDE Montags und donnerstags 9 bis 11 Uhr und mittwochs von 15 bis 17 Uhr im Hospizraum Altenzentrum Johannesstift. KONTAKT Miriam Führer, P 0 21 92 / 933 48 58, E-Mail: fuehrer@hospizgruppe-hueckeswagen.de.

Die Hospizgruppe Hückeswagen kümmert sich um die Begleitung im Sterben liegender Menschen. Nicht nur den Betroffenen spenden die Begleiterinnen Trost und Gesellschaft. „Wir unterstützen auch angehörige Familien. Die Betreuung eines Menschen, der im Sterben liegt, kann sehr kräftezehrend sein. In diesen Fällen kommen wir ebenfalls gerne vorbei, um für ein wenig Entlastung zu sorgen“, so Führer. Nach dem Ableben einer geliebten Person ist die Hospizgruppe ebenso für die Angehörigen da. Jeden dritten Mittwoch im Monat kann man sich einer Trauergruppe anschließen und Erlebtes verarbeiten. Die Hospizgruppe Hückeswagen hat derzeit 17 Begleiterinnen und damit genug, um gefördert zu werden. „Es muss eine gewisse Anzahl von Betreuern vorhanden sein, damit die Lohnkosten finanziell von den Kranken- und Pflegekosten gedeckt werden“, erklärte Dr. Fabig. Trotzdem freut sich die Hospizgruppe über jedes neue Mitglied, besonders männliche Begleiter sind gerne gesehen, denn momentan übernehmen nur Frauen die Begleitung am Sterbebett.

„Außerdem kann es sein, das es in Zukunft noch mehr Anfragen gibt, und für den Fall wollen wir dann gerüstet sein“, ergänzte Claudia Weber, die sich auf die neue Aufgabe freut.